Interview „Naturresort Schindelbruch“

Ob zum Wandern, Tagen oder einfach nur Entspannen, das „Naturresort Schindelbruch“ bietet für jeden Gast das Richtige. Das im Harz gelegene Hotel überzeugt mit seinem Wellness- und Gesundheitsprogramm, seinen kulinarischen Angeboten und einem ausgefeilten Nachhaltigkeitskonzept. Weitere Informationen finden Sie auf Green Booking.

Was bewegt Sie dazu im Bereich der Nachhaltigkeit aktiv zu sein?

Es mutet eigenartig an, aber seit dem Erwerb von zwei Forstbetrieben im Harz in den Jahren 1994 und 1997 setzen wir uns mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. Das im Jahre 2003 erworbene Hotel wurde bereits früh unter dieser Brille betrachtet, und so war es nur logisch, dass wir versuchten das Problem Klimawandel mit dem Leitfaden Klimaneutralität – immens wichtige Themen für die Forstwirtschaft – auch mit unserem Hotel zu verbinden. Seit über 5 Jahren arbeiten wir nunmehr an der Gesamtpositionierung des Naturresort Schindelbruch als Wellness-Hotel mit ökologischer Ausrichtung. Grundtenor: „Nicht Verzicht, sondern intelligenter Umgang mit der Ressource!“

Natürlich  haben wir uns zuerst auf die Stärken besonnen: der besondere Ort „Schindelbruch“  mit seiner wunderschönen Lage im Buchen- und Bergmischwald, das innovative Hotelkonzept als Vorreiter für nachhaltigen Tourismus und die Menschen, die hier arbeiten: Als ein inhabergeführtes Hotel mit all seinen Mitarbeitern und ihren unterschiedlichen Erfahrungen, Kompetenzen und Schwerpunkten.

Danach entwickelten wir gemeinsam unsere Vision eines zukunftweisenden Hotels, das den Anforderungen der heutigen Gäste und Gesellschaft gerecht werden kann. Wir haben erkannt, dass der neue Luxus  unserer Zielgruppe eben Zeit, Rückzugmöglichkeiten und  Authentizität bedeuten und die Gäste nach mentaler Regeneration, Ruhe und Nachhaltigkeit suchen. Mit diesem Wissen entstand unser Raumprogramm: großzügige, komfortable  Räume in energieeffizienter Bauweise als Verweilorte mit direkter Anbindung an die heimische Natur eines Mittelgebirges, naturnahe Gärten mit unterschiedlichen Themenwelten und ein 2.500qm großer Spa-Bereich, indem das Thema Auszeit mit allen seinen Facetten inszeniert wird – alles in der Mitte Deutschlands.

Wo liegt derzeit ihr Fokus?

Ein Wellnessbereich gehört heute zum Standard in unserer Hotelkategorie und ist daher überall anzutreffen. Wer aber vorne sein möchte, muss mehr leisten, als Schwimmbad mit Erlebnisdusche, ein paar Liegen und Behandlungsräume. Der interessante Kunde fordert durchgängige Konzeption, abgestimmte, wertige Ausführung, geschulte Mitarbeiter und unverwechselbare Highlights. Unser Badehaus ist ein solches Unikum: Eine 2-etagige Poolraumkonzeption und oben drauf eine einmalige Dachterrasse, die den höchsten Punkt im Resort darstellt. Spätestens mit diesem Badehaus haben wird nun das entscheidende Argument, das ganze Jahr zu uns zu kommen. Das zentrale Angebotsthema des Hotels  sollte eine Weiterentwicklung der bestehenden Unternehmensphilosophie sein und alle Aspekte und unsere persönlichen Überzeugungen umfassen. So entstand das Konzept der „Achtsamkeit im Schindelbruch“. Uns ist auch klar, die Arbeit an einem solchen Konzept ist wie das Thema Achtsamkeit eine nie endende Reise – aber wir reisen gerne und bewegen uns voran.

Welche Trends und Potenziale sehen Sie für die Zukunft?

Das können wir genau sagen:

a)    Unsere Gäste positiv überraschen und dadurch gerne zum Stammgast entwickeln. „Einmal im Jahr Schindelbruch – das muss sein!“

b)    Wir wollen einer der attraktivsten Arbeitgeber in der Wellnesshotelerie in Mitteldeutschland sein: „Aus- und Weiterbildung, Servicequalität und angemessene Vergütung.“

c)     Wir wollen ein Vorzeigeunternehmen für den nachhaltigen Wellnesstourismus in Deutschland sein – und damit den unsäglichen Widerspruch Ökonomie versus Ökologie auflösen.

Das Interview wurde mit Dr. Ritter von Kempski, Hoteldirektor „Naturresort Schindelbruch“, geführt. 

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Interview „Maritim proArte Hotel Berlin“

Das Maritim proArte Hotel Berlin ist das größte Tagungshotel der Hauptstadt und überzeugt seine Gäste mit moderner Architektur, ausdrucksstarker Kunst und einem ausgefeilten Nachhaltigkeitskonzept. Weitere Informationen finden Sie auf Green Booking.

Was bewegt Sie dazu im Bereich der Nachhaltigkeit aktiv zu sein?

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sind zwei zentrale Themen, welchen wir uns hier im Maritim proArte Hotel Berlin seit nunmehr 4 Jahren verstärkt widmen. Anstoß war für uns zum Einen die Erkenntnis, dass die noch vorhandenen Ressourcen knapper und somit auch teurer werden, zum Anderen die verstärkte Nachfrage unserer Gäste nach umweltfreundlichen Produkten und Verfahrensweisen.

Doch dies war nicht nur eine lokale Frage, sondern betraf vielmehr die komplette Maritim Hotelkette. Deshalb wurde in diesem Zuge seitens der Hauptverwaltung ein ProUmwelt Leitungsgremium gebildet, welches einen ProUmwelt Kriterienkatalog entwickelt hat. Besagter Katalog liegt nunmehr seit 2012 als einheitliche Dokumentationsvorlage in allen Häusern vor. Unterteilt ist der Katalog in die 6 üblichen Themenbereiche (Energie, Abfall, Wasser, Einkauf. Mitarbeiter, Mobilität) die jährlich neu ausgewertet werden. Etabliert wurden Arbeitsgruppen sog.  „Green Teams“ in jedem Maritim Haus, mit extern ausgebildeten Projektleitern, die den Nachhaltigkeitsprozess engagiert vorantreiben.

Nachdem der Grundstein für bewusst nachhaltiges Handeln in unserem Hotel gelegt wurde, machten wir uns im Green Team an die Arbeit essentielle Themengebiete speziell für das Berliner Hotel zu ermitteln und Ideen zur Ressourcenschonung zu sammeln. Dabei wurden Kollegen befragt, interne Zahlen ausgewertet und Beobachtungen des täglichen Hotellebens notiert sowie auch immer wieder eigene Verhaltenweisen in Frage gestellt. Selbstverständlich fanden dabei auch Gästeanregungen eine große Beachtung. Insbesondere das Interesse der Gäste an diesem Themengebiet zeigt uns, dass wir hier den richtigen Weg gehen.

Wo liegt derzeit ihr Fokus?

Wir haben unseren Fokus zunächst auf die Schulung der Mitarbeiter gelegt, um ihnen aufzuzeigen, welch durchaus positive Folgen ein bewusster Umgang mit Ressourcen haben können. Durch Info Tafeln, Aufklärungsaktionen sowie Überarbeitung der alltäglichen Arbeitsprozesse konnten wir bereits eine deutliche Verbesserung, beispielsweise der Mülltrennung oder des Wasserverbrauchs, verzeichnen.

Des Weiteren haben wir uns vorgenommen, den Energie- sowie  Wasserverbrauch langfristig zu senken. Ein großes Projekt wurde im Beleuchtungssektor vorgenommen. Hier konnten wir bereits 90 % aller sich im Hotel befindlichen Leuchtmittel auf LED Technik umrüsten und dabei 80% Energie einsparen. Ebenso wurde der Einbau energieeffizienter Klimaanlagen sowie Kühlungssysteme oder auch Anschaffung von verbrauchsarmen Elektrogeräten deutlich vorangetrieben. Drüber hinaus prüfen wir derzeit die Umrüstung der vorhandenen Waschanlagen auf energieeffizientere  Alternativen.

Einen dritten Schwerpunkt legen wir ebenso in die aktive Mitwirkung und Beteiligung der Hotelgäste.

Unser erster Ansatzpunkt war hierbei die Informationsvermittlung sowie Aufklärung über bereits von uns umgesetzten Maßnahmen zum umweltbewussten Handeln  und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Gemeinsam mit der Maritim Hotelkette haben wir uns öffentlich zu dem GCB Nachhaltigkeitskodex „fairpflichtet“ bekannt und darüber hinaus für Hotel- und Tagungsgäste ein Fact Sheet über nachhaltiges Handeln im Maritim proArte Hotel veröffentlicht, welches anschließend von den anderen Häusern der Kette übernommen wurde. Just letztes Wochenende nahmen wir an der „Earth hour“ Aktion teil und ließen erstmalig in unserer proArte Hotelgeschichte die gesamten Lichter der Restaurationen Atelier und Checkpoint Bar für eine Stunde erlöschen, und dies mit durchweg positiver Resonanz seitens der Gäste.

Es befinden sich bereits weitere Projekte zur Involvierung der Gäste in der Prüfungs- und Planungsphase, allerdings möchten wir dies erst nach Fertigstellung kommunizieren.

Welche Trends und Potenziale sehen Sie für die Zukunft?

Unserer Meinung nach geht der Trend eindeutig  in die Richtung „umweltbewusstes Hotel und nachhaltig orientierter Umgang mit natürlichen Ressourcen“. Die Gäste, und auch Mitarbeiter, sind zunehmend bereit, gewohnte und eingefahrene Verhaltensweisen zu ändern, um die Umwelt und die natürlichen Rohstoffe zu erhalten. Wir begrüßen diesen Trend sehr und freuen uns, bereits frühzeitig mit der Implementierung neuer und „nachhaltiger“ Wege begonnen zu haben. Großes Potenzial sehen wir in der Einbeziehung der Hotelgäste, sowie auf dem bewussten Verzicht auf längst überholte Gewohnheiten während eines Hotelaufenthaltes, ohne dabei den Service und Standard eines 4- Sterne Superior Hauses zu gefährden. Das Bewusstsein der Menschen öffnet sich mehr und mehr in diese Richtung und wir wollen versuchen durch pfiffige und bewusst gesetzte Aktionen diesen Trend zu unterstützen.

Das Interview wurde mit Frau Stefanie Kulbe, Direktionsassistentin Maritim proArte Hotel Berlin, geführt. 

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